Corona: hannIT realisiert IT-Ausbau in Rekordzeit

Für ein effizientes Corona-Management benötigte das Gesundheitsamt der Region Hannover eine signifikante Erweiterung seiner IT-Landschaft, und zwar kompromisslos schnell. In nie dagewesenem Tempo haben wir das Mammutprojekt bewältigt und eindrucksvoll bewiesen: auf unser Team ist Verlass – erst recht in der Krise.

Die Gesundheitsämter arbeiten deutschlandweit mit Hochdruck an der Nachverfolgung der Corona-Infektionsketten, um die Ausbreitung des Virus bestmöglich zu stoppen. Dabei stoßen alle Ämter inzwischen an ihre Grenzen – nicht nur personell, sondern auch in technischer Hinsicht.

Digitalisierungsturbo in Hannover
Die Region Hannover reagierte sofort: Gemeinsam mit ihrem strategischen IT-Partner hannIT wurde ein Schlachtplan für die rasche Aufstockung und Modernisierung der IT-Landschaft entwickelt. Das Maßnahmenpaket umfasste verschiedene Teilbereiche der IT des Gesundheitsamtes, darunter die Weiterentwicklung der amtsspezifischen Dokumentationssoftware Aeskulab (einhergehend mit der Digitalisierung weiterer Prozesse) sowie die Aufstockung von PC-Arbeitsplätzen – 50 direkt im Gesundheitsamt in der Hildesheimer Straße (hierfür wurden Besprechungsräume umfunktioniert) plus 200 Arbeitsplätze in einem eigens für die Corona-Nachverfolgung eingerichteten Bereich am Messegelände Hannover.

Alles aus einer Hand
Bei diesem Großprojekt zahlte sich hannITs ganzheitliche Arbeitsweise aus: Im 180-köpfigen Unternehmen finden sich Expert*innen für jedes kommunal relevante IT-Fachgebiet. Die Projektteams werden je nach Anforderungsprofil zusammengestellt, und die einzelnen Kompetenzcenter arbeiten Hand in Hand. So ist hannIT in der Lage, Projekte interdisziplinär zu bearbeiten und für den Kunden eine passgenaue Lösung für jede IT-Fragestellung zu entwickeln.
Für das Corona bedingte Digitalisierungsprojekt der Region Hannover zogen bei hannIT vier Kompetenzcenter an einem Strang: Das Team von Jugend, Soziales und Gesundheit kümmerte sich um die Weiterentwicklung der Software Äskulap und Digitalisierung von bislang manuell durchgeführten Prozessen. Das Kompetenzcenter Rechenzentren und Netze errichtete die Netzwerkinfrastruktur für die Arbeitsplätze auf dem Messegelände. Basisdienste und Communication Services kümmerte sich um die Telefonie und um die Benutzerzugänge inklusive Berechtigungen, und das KC Client Services übernahm Aufbau und Inbetriebnahme der neuen Geräte vor Ort. Alle Teams tauschten sich jeden Morgen per Videokonferenz aus, um Informationen abzugleichen. So entstand aus vielen einzelnen Puzzleteilen eine ineinandergreifende Gesamtlösung.

5 Monate Vorlauf auf 1 Woche verkürzt
C. Nachtigall aus dem Kompetenzcenter Rechenzentrum und Netze gibt ein konkretes Beispiel für das hohe Engagement, das alle Teammitglieder von hannIT bewiesen haben: „Mit nur einer Woche Vorlauf haben wir die Netzwerkinfrastruktur für den neuen Arbeitsbereich an der Messe Hannover umgesetzt, zunächst ausgelegt auf bis zu 200 Arbeitsplätze. Hierfür wurden mehrere Datenanbindungen hergestellt – per VPN und Etherconnect –, die Netzwerktechnik vorbereitet und am Standort der Messe installiert. Dieser Tätigkeitsumfang, gerade die WAN-Anbindung, hat normalerweise einen Vorlauf von etwa fünf bis sechs Monaten. In diesem Fall haben vier Arbeitskräfte die rund 90 Arbeitsstunden zusätzlich zu ihrem normalen Tagesgeschäft geleistet.“ Zusätzliche Erweiterungen laufen bereits. 

300 Arbeitsstunden für Bereitstellung und Aufbau der Hardware
Auch das KC Client Services hat für das Gesundheitsamt auf Hochtouren gearbeitet, wie D. Hommann berichtet: „Wir haben insgesamt ca. 250 PC-Arbeitsplätze aufgebaut. Im Aufbaueinsatz waren bis zu 11 Kolleg*innen. Alle Geräte – PCs, Monitore, Tastaturen und Mäuse sowie Festnetztelefone mit Headset – wurden vor Inbetriebnahme auf ihre Funktion und elektrische Sicherheit geprüft. Allein das Vorbereiten und Bereitstellen der Hardware hat ca. 180 Arbeitsstunden in Anspruch genommen. Der Aufbau der Hardware in den Räumlichkeiten des Gesundheitsamts und auf dem Messegelände beanspruchte nochmals rund 120 Stunden. Erschwerend kam die Einhaltung der Corona-Regeln hinzu: Sowohl beim Aufbau als auch bei der späteren Nutzung der Arbeitsplätze waren bzw. sind die Mindestabstände einzuhalten. Ein Amtsarzt der Region Hannover hat dies überwacht und im Verlauf mehrere Änderungen angeordnet, die hannIT selbstverständlich sofort umgesetzt hat.“

„Kleinkram“, der viel Zeit frisst
R. Winkel aus dem Kompetenzcenter Basisdienste und Communication Services weiß: Gerade die Dinge, die für Anwender selbstverständlich erscheinen, sind enorme Zeitfresser. „Wir haben in Rekordzeit für den Standort Hildesheimer Straße fünfzig fertig konfigurierte Telefone sowie die neuen Benutzerkonten bereitgestellt, inkl. aller benötigten Berechtigungen wie Postfächer, Teamlaufwerke, Funktionspostfächer etc.“
Weiter ging es mit dem Standort Messe: „Auch hier waren wir für die Telefone zuständig und mussten innerhalb kürzester Zeit etwa 200 Telefone fertig konfigurieren, also jedes einzelne auf seine Funktionsfähigkeit testen und in Teilen mit der neuesten Firmware ausstatten.“
Darüber hinaus baut das Team nun am Standort Messe noch zwei Telefonie-Gateways mit eigenen Anschlüssen auf, sodass die Anrufe künftig direkt von der Messe nach außen gehen können.

Melde- und Testwege ohne Medienbruch
Parallel arbeitete das Kompetenzcenter Jugend, Soziales und Gesundheit an der Optimierung der Fachsoftware des Gesundheitsamts. „Die Bearbeitung von Infektionsmeldungen ist für Gesundheitsämter natürlich prinzipiell kein neues Thema – das gab es auch schon früher, z. B. für Tbc- und Hepatitisfälle. Neu ist jedoch das Ausmaß der Arbeitsaufwände aufgrund der hohen Fallzahlen. Jetzt ist eine maximale Effizienz in der Fallbearbeitung notwendig, um die Lage unter Kontrolle zu halten“, so A. Pletz, Spezialist für Gesundheitsthemen im Kompetenzcenter. In Kooperation mit Mitarbeitenden des Gesundheitsamts identifizierten er und seine Kolleg*innen träge Prozesse – oft jene mit hohem manuellem Aufwand – und fand sinnvolle digitale Lösungen, die Zeit sparen. „Wir haben verschiedene Punkte in Angriff genommen. So wurde beispielsweise eine Bundle-Bearbeitung von Dokumenten realisiert sowie eine Lösung für softwaregestützte Terminabsprachen für Corona-Tests implementiert. Darüber hinaus haben wir einen nahtlosen Datentransfer zwischen dem Gesundheitsamt und Laboren eingerichtet, sodass sich niemand mehr manuell um das Importieren und Exportieren von Daten kümmern muss.“

Fazit
Erst bei einem großen Projekt mit vielen Beteiligten wird klar, wie wichtig ineinandergreifende Leistungsbausteine im IT-Bereich sind. Mit hannIT hat die öffentliche Verwaltung hierfür genau den richtigen Partner an ihrer Seite – egal für welche IT-Fragestellung.